Aktuelles
„Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss – Welche Chancen haben sie auf dem Ausbildungsmarkt in Hamburg?“ Digitales Netzwerktreffen der KAUSA-Landesstelle Hamburg und Hamburger Ausbildungsakteure
Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss thematisierte das digitale Netzwerktreffen Ausbildung und Migration der KAUSA-Landesstelle Hamburg am 10.6.26. Die rund 60 Ausbildungsakteure kamen aus Landes- und Bundesbehörden, Kammern, der Agentur für Arbeit, Schulen, Unternehmen, Vereinen und anderen KAUSA-Landesstellen. Arzu Pehlivan, Leiterin der KAUSA-Landesstelle Hamburg, führte mit einem Blick auf die aktuelle Datenlage in Deutschland und im Bundesland Hamburg in das Thema ein. Laut dem aktuellen BIBB-Datenreport besaßen von den mehr als eine Million jungen Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren, die über keinen Schulabschluss verfügten, 79,2 Prozent auch keinen Berufsabschluss. In Hamburg liegt der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss aktuell bei 1258 Schülerinnen und Schülern (7,1 Prozent).
Michael Kalinowski aus der Abteilung Berufsbildungsforschung und Berufsbildungsmonitoring beim Bundesinstitut für Berufsbildung stellte anhand der Datenlage (siehe Download-Datei unten) dar, dass die Chancen auf einen beruflichen Abschluss bei Deutschen ohne Schulabschluss höher sind als bei Menschen mit einer Zuwanderungsbiografie. Kalinowski ging auch auf eine Studie aus dem Jahr 2023 ein, in der mehr als 1000 Unternehmen an einem Entscheidungsexperiment teilnahmen. Das Ergebnis war, dass soziale Kompetenzen wie Umgangsformen und Ausdrucksfähigkeit sowie Interesse am Ausbildungsberuf von den teilnehmenden Unternehmen höher bewertet wurden, als der Notendurchschnitt und die Art des erreichten Schulabschlusses.
Dem konnte sich Demir Memedov, Geschäftsführer Grand Café BACK-LAVA Wandsbek, im Interview mit Arzu Pehlivan nur anschließen: „Für uns ist sehr wichtig, dass man die Motivation und das Potential erkennen kann. In unseren Filialen bieten wir deshalb im Jahr mehr als 30 Praktikumsstellen an.“ Auf diese Art und Weise würde das Unternehmen viele Interessenten für eine Ausbildung genauer kennenlernen, um ihnen eine Perspektive zu bieten. Memedov, der Azubis ohne Schulabschluss ausbildet, wünscht sich mehr Deutschunterricht an den Berufsschulen.
In der anschließenden Diskussionsrunde brachte Dirk Flegel, Referatsleitung Jugendberufsagentur beim Hamburger Institut für Berufliche Bildung, auf den Punkt, was nötig ist, um mehr junge Menschen ohne Schulabschluss in Ausbildung zu bringen: „1. möglichst früh ansetzen mit der Unterstützung, am besten schon in den allgemeinbildenden Schulen, 2. persönlich begleiten und 3. Role Models und Betriebskontakte.“ Das Handwerk rekrutiere hauptsächlich über Praktika, sagte Stephanie Anders, Referentin für Bildungspolitik bei der Handwerkskammer Hamburg. Anders: „70 Prozent der Handwerksbetriebe, das hat eine Befragung ergeben, finden ihre Azubis über Praktika. Die Wenigsten erwarten den perfekten Jugendlichen, so lange die Motivation stimmt.“ Hamburg habe ein gutes Übergangssystem, so Anders, die besonders die Möglichkeit einer Einstiegsqualifizierung hervorhob.
In den letzten Jahren hätten Betriebe festgestellt, dass das Matching nicht mehr stimme, berichtete Melanie Kerker, Teamleitung Berufsbildung bei Nordmetall Verband der Metall- und Elektroindustrie e. V.. Aus diesem Grund wurde das Escape Game „Nordchance Discover“ entwickelt, bei dem auch junge Leute mit Startschwierigkeiten, unter Beobachtung von Ausbildern, Aufgaben lösen müssen. Kerker: „Die Teilnehmenden können Berufe aus der Metall- und Elektroindustrie besser erfahren, wenn sie einfach mal machen, sie können zeigen, dass sie Kompetenzen haben, die man an den Noten nicht erkennen kann.“ Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält im Anschluss ein Zertifikat, in dem seine von den Ausbildern erkannten Stärken bescheinigt werden. Einige erhalten einen Praktikumsplatz, andere eine Einladung zum Vorstellungsgespräch für eine Ausbildung.
Das Angebot wurde in Schleswig-Holstein erprobt und ist seit diesem Jahr in Hamburg am Start. Wie auch die anderen Diskussionsteilnehmer betont Kerker, dass Praktika von großer Bedeutung sind, denn „die Industrie ist im Alltag nicht so erlebbar“. Der Verband geht nicht nur mit dem Escape Game innovative Wege, sondern hat auch einen Infotruck, in dem typische Tätigkeiten der Branche ausprobiert werden können. Der Truck kann von Schulen gebucht werden.
Auf die Möglichkeit für junge Menschen, niedrigschwellig Einblicke in Berufe zu erhalten, wurde im Chat aufmerksam gemacht. Auf der von der Stiftung Hamburger Ausbildungs Netzwerk betriebenen Plattform
meinjobbotschafter.de geben Berufstätige Einblicke in ihre Arbeit. Interessierte können ihnen ihre persönlichen Fragen stellen.
„Hamburg verfügt über gute Voraussetzungen und Strukturen, wie unsere Gesprächspartner heute bekräftig haben“, zog Arzu Pehlivan ein Fazit. Der Schlüssel liege jedoch in der engen Zusammenarbeit, um Jugendliche dort abzuholen, wo sie stehen und ihnen eine Zukunft zu bieten. Auch die KAUSA-Landesstelle Hamburg leiste durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit diesen Akteuren ihren Beitrag dazu, dass Jugendlichen Perspektiven ermöglicht werden. Pehlivan: „Um junge Menschen ohne Schulabschluss in Ausbildung zu bringen braucht es Mut, Flexibilität in den Strukturen, innovative Wege der Potenzialentdeckung und enge Abstimmungsprozesse.“
Antworten auf viele Fragen in der Muttersprache: neue Runde der mehrsprachigen digitalen Infoabende für Eltern erfolgreich zu Ende gegangen
Ab welchem Schuljahr kann man eine Ausbildung beginnen? Was ist der Unterschied zwischen einer Umschulung und einer Ausbildung? Sind schulische und betriebliche Ausbildungsabschlüsse gleich anerkannt? Diese und zahlreiche weitere Fragen stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der mehrsprachigen digitalen Infoabend-Reihe den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendberufsagentur Hamburg (JBA) und den KAUSA-Kolleginnen und Kollegen in ihrer Muttersprache. An insgesamt sechs Abenden zwischen dem 19. und dem 27.5.2026 nahmen insgesamt 231 Mütter, Väter und andere Familienangehörige an der gemeinsam von der JBA und der KAUSA-Landesstelle Hamburg organisierten zweisprachigen Veranstaltungsreihe teil. Diesmal waren die Sprachen Englisch, Türkisch, Dari/Farsi, Arabisch, Ukrainisch und Spanisch im Angebot. „Wir freuen uns über das ungebrochene Interesse an den mehrsprachigen digitalen Infoabenden, das sich durch die hohe Beteiligung und die vielen interessanten Fragen zeigt“, zieht KAUSA-Projektleiterin Arzu Pehlivan ihr positives Fazit.

Ausbildung gesucht – Unterstützung gefunden am Infostand von ASM auf dem Marktplatz der Begegnungen am 19.5.2026
„Ich war Maler in Syrien, soll ich hier eine Ausbildung als Maler machen?“ „Ich möchte Klimatechniker werden, wie können sie mir da helfen?“ Diese und zahlreiche weitere Fragen der Besucherinnen und Besucher vom Marktplatz der Begegnungen am 19.5.2026 in der Handelskammer Hamburg beantworteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Stand der KAUSA-Landessstelle Hamburg/ASM.
Die Nachfrage bei der Zielgruppe – Geflüchtete aus den verschiedensten Herkunftsländern- war während der gesamten vierstündigen Veranstaltung groß, konnten die Ratsuchenden doch Fragen zumeist in ihrer Muttersprache stellen, was tiefergehende Beratungsgespräche ermöglichte, wenn die Schlange vor den Infostand gerade mal nicht sehr lang war. In vielen Fällen wurde ein Termin für ein weiterführendes Gespräch mit den Ratsuchenden vereinbart, welches in den nächsten Wochen in den Räumen der KAUSA-Landesstelle Hamburg stattfinden wird.
Vorankündigung: Netzwerktreffen Ausbildung und Migration der KAUSA-Landesstelle Hamburg für Hamburger Ausbildungsakteure
Beim kommenden Netzwerktreffen wollen wir uns über das Thema "Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Abschluss – Welche Chancen haben sie auf dem Ausbildungsmarkt in Hamburg?" austauschen.
Datum: 10.6.2026
Zeit: von 9.30 bis 11.00 Uhr
Ort: per Zoom
Wenn sie daran teilnehmen möchten, schicken sie eine mail mit Namen und ihrer Institution an: susanne.dorn@asm-hh.de. Anschließend erhalten sie das Programm und einen Zugangslink.
„Diagnose Ausbildung“: Stand der KAUSA-Landesstelle Hamburg mit großem Zulauf auf Ausbildungsmesse am 22.4.2026
Rund 30 Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Pflegeeinrichtungen sowie Kliniken stellten am 22.4.2026 auf der Messe „Diagnose Ausbildung“ im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. Mittendrin hatte auch die KAUSA-Landesstelle Hamburg einen Stand auf der Ausbildungsmesse für Gesundheits- und Pflegeberufe, um auf ihre Angebote für Schulabgängerinnen und -abgänger aufmerksam zu machen. Obwohl die Teilnehmenden an der Messe schon genau wussten, dass sie in diesen Bereich einsteigen möchten, gab es sehr großes Interesse daran und die drei Mitarbeiterinnen der KAUSA-Landesstelle vor Ort beantworteten fast ohne Unterbrechung die vielen Anfragen der Besucherinnen und Besucher mit Migrations- und Fluchthintergrund. Von diesen wünschte sich ein Großteil eine persönliche Begleitung des Bewerbungsprozesses. Die Neugier der jungen Menschen war so groß, dass uns unsere Flyer ausgingen – ein Umstand, den wir glücklicherweise durch eine Kopiermöglichkeit vor Ort beim Veranstalter ausgleichen konnten.
Unternehmen aufgepasst: Jetzt anmelden für die Teinahme an der Hamburger Praktikumswoche!
Dies ist Absatztext. Klicken Sie darauf oder klicken Sie auf die Button Text verwalten, um Schriftart, Farbe, Größe, Format und mehr zu ändern. Um Website-weite Absatz- und Titelstile einzurichten, gehen Sie zu Website-Design.

KAUSA-Landessstelle Hamburg mit Stand auf der Woche der Ausbildung in der Agentur für Arbeit
Jugendliche, junge Erwachsene, Schülerinnen und Schüler kamen im Rahmen der Woche der Ausbildung am 12.2.26 im Berufsinformationszentrum meerBiZ der Agentur für Arbeit Hamburg zu einer Ausbildungsmesse zusammen. Dort erhielten sie von Unternehmensvertreter-innen und -vertretern Informationen zu einer Ausbildung in deren Betrieben, Einblicke von Auszubildenden über den Azubi-Alltag und am Stand der KAUSA-Landesstelle Hamburg Tipps, zum Beispiel für ihre Bewerbungen. Auch viele Lehrkräfte zeigten sich interessiert an den Angebo-ten der KAUSA-Landesstelle.
An den drei Tagen zuvor hatten Betriebe sich und ihre Ausbildungsangebote im meerBIZ vorgestellt. Auch Landesstellen Projektleiterin Arzu Pehlivan hatte am 11.2.2026 einen Slot angeboten. Er stand unter dem Titel "Influencer werden hat nicht geklappt? Kein Problem! Es gibt über 300 spannende Ausbildungsberufe, die genauso viel Zukunft bieten“.
Woche der Ausbildung 2026 vom 9. - 12.2.2026 in der Agentur für Arbeit mit Beteiligung der KAUSA-Landessstelle Hamburg
Junge Menschen erhalten vom 9. bis zum 12. Februar 2026 während der Woche der Ausbildung Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten direkt von den mitmachenden Unternehmen. Sie können persönliche Kontakte herstellen, erhalten Einblicke in den Alltag von Azubis und Expertentipps rund um das Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Wer seine Bewerbungsmappen mitbringt, kann sie vor Ort checken lassen und sich auch auf Bewerbungsgespräche vorbereiten. Am Donnerstag, den 12.2.2026 ist auch die KAUSA-Landesstelle Hamburg mit einem Stand dort vertreten, beantwortet gern mehrsprachig Fragen und bietet Unterstützung dabei an, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Am Vortag, Mittwoch, den 11.2.2026, gestaltet Landesstellen-Projektleiterin Arzu Pehlivan von 9 bis 10 Uhr einen Slot unter dem Titel "Influencer werden hat nicht geklappt? Kein Problem! Es gibt über 300 spannende Ausbildungsberufe, die genauso viel Zukunft bieten."
Ort: Agentur für Arbeit / Berufsinformationszentrum meerBIZ, Kurt-Schumacher-Allee 16, 20097 Hamburg
Zeit: von Montag bis Donnerstag, jeweils von 9 - 13 Uhr
nähere Infos:
https://jba-hamburg.de/de/messe/woche-der-ausbildung-2026
Sowie gefördert durch:





